Lieb sein reicht nicht

Soeben in der 2. Auflage erschienen! Ein geheimnisvoller Frauenbund, 1552 in Coeln gegründet, existiert bis heute. Zur Zeit der großen Hexenverfolgungen war das gesammelte Wissen der Frauen bedroht. Trotz der Gefahr von Folter und Tod bewahrten die Töchter der Lilith dieses Wissen durch die Jahrhunderte und geben es bis heute an junge Frauen weiter. Ihre Leitfigur ist Lilith, Adams erste Frau, mit der er vor Eva im Garten Eden lebte.

 

 

Lieb sein reicht nicht 2Lieb sein reicht nicht

Das Vermächtnis der Lilith

Entweder bin ich zu gutmütig oder zu naiv, denkt Anna, immer wieder schafft es dieser verflixte Oliver, mich auszunutzen und auf meine Kosten Karriere zu machen. Doch nun reicht es. Durch eine Freundin lernt sie die „Töchter der Lilith“, einen uralten Geheimbund von Frauen, kennen. Geheimnisvolle, überlieferte Leitsätze und hochmoderne psychologische Erkenntnisse weisen Anna einen Weg zu  mehr Selbstvertrauen. Kann sie sich damit gegen Oliver durchsetzen?

Und obwohl sie mit Oliver gerade genug zu tun hat, interessiert sich auch noch Nick, ein äußerst attraktiver Kollege, für sie. Aber eine Beziehung unter Kollegen will Anna auf keinen Fall. Was sagen denn da die anderen? Was für ein Schlamassel …

 

 

Taschenbuch: 348 Seiten
Verlag: BoD; Auflage: 1 (1. November 2018)
ISBN-10: 3748131311
ISBN-13: 978-3748131311
Kindle Edition 8,99 Euro / Taschenbuch 11,99 Euro
Verlags-Website: http://www.bod.de

Buchtrailer

Die Story, kurz und knackig auf den Punkt gebracht:

Leseprobe

„Du arbeitest doch oft mit Oliver zusammen. Ich verstehe nicht, weshalb er bei der Analyse so schlechte Arbeit abgeliefert hat. Ich war ja bei der Abschlusspräsentation von Fuhrmann dabei. Das war genial, was er da geleistet hat.“
Anna sog scharf die Luft ein. Jetzt war Oliver nicht einmal anwesend und trotzdem schaffte er es, sie auf die Palme zu bringen. Sollte sie Nick gestehen, dass Oliver sie schamlos ausnutzte und außer der Pflege der Kundenbeziehungen keine Verdienste in dem Projekt bei Fuhrmann hatte? Nick musste sie ja für völlig bekloppt halten, dass sie das mit sich machen ließ. Aber sie konnte sich auch nicht dazu durchringen, Nick anzulügen, indem sie Oliver als kompetenten Kollegen darstellte. Deshalb entschied sie sich für einen Mittelweg.
„Oliver und ich besprechen alles und teilen uns die Aufgaben. Das Ergebnis war nicht alleine Olivers Leistung. Daran hat das ganze Team hart gearbeitet.“
Nick blieb stehen und blickte Anna nachdenklich an. Die Straßenlampe über ihnen schien so hell, dass er Annas Gesichtszüge gut sehen konnte. Sie wirkten etwas angespannt.
„Oliver hat es aber so aussehen lassen, als hätte er das Projekt praktisch im Alleingang gestemmt.“
Heftig schüttelte Anna den Kopf.
„Möchtest du mir damit sagen, dass Oliver sich auf Kosten des Teams profiliert hat? Er stellt sich als Super-Berater dar, obwohl das Ergebnis nicht von ihm stammt?“
Anna schnitt eine Grimasse und nickte.
„Wenn er schon die Ausarbeitungen nicht gemacht hat, stammen dann wenigstens die Ideen von ihm?“
Anna zögerte, doch Nick drängte auf eine Antwort. „Anna, rede mit mir! Von wem sind die genialen Ideen in diesem Projekt?“
„Die meisten sind von mir“, gab Anna leise zu.
Nick schaute sie ungläubig an. „Weshalb hast du das bei der Präsentation nicht klargestellt?“
Das war genau die Frage, die Anna nicht beantworten wollte. Sie blickte verlegen zu Boden.
Nick schüttelte fassungslos den Kopf. „Na, nun wird mir einiges klar. Oliver arbeitet immer so wie in der letzten Analyse, nicht wahr?“
Kurzes Nicken.
„Anna, ist dir klar, dass er auf deine Kosten Karriere macht? Weshalb deckst du ihn?“
Konnte Nick jetzt nicht langsam aufhören mit seinen Fragen? Er ahnte ja nicht, wie glasklar Anna diese Tatsache inzwischen vor Augen stand. Sie wollte ihm das jetzt jedoch nicht alles auseinandersetzen.

 

Bildnachweis: Marie-Katharina Wölk/ wolkenart.com